Wir, die dies- und nächstjährigen WahlfachschülerInnen Französisch, trafen uns am 15. Mai in Hüswil und stiegen in den Zug. Obwohl wir recht früh aufstehen mussten, merkte man, dass wir alle aufgeregt waren, da wir kaum still sein konnten und die ganze Zeit redeten. Nachdem wir zweimal umgestiegen waren, erreichten wir endlich unser Ziel. Bonjour Fribourg!
In Fribourg angekommen, wurden wir in Gruppen eingeteilt und mussten per Auftragskarte verschiedene Aufgaben in Fribourg bewältigen, wie zum Beispiel Passanten befragen, Getränke oder Essen bestellen und nach deren Rezepten fragen, oder einfach fremde Leute fragen, ob sie ein Foto von uns machen könnten; natürlich alles auf Französisch. Wir erhielten dabei einen Einblick in die schöne Stadt Fribourg und konnten ein typisches Gebäck namens «Cuchaule» kosten, welches uns allen vorzüglich mundete. So ging der Vormittag wie im Flug vorbei und wir machten uns auf den Weg zu einem schönen Park, wo wir es uns vor einem Springbrunnen gemütlich machten, um unser mitgebrachtes Znüni zu verspeisen.
Nach der Mittagspause begaben wir uns zum Rathaus von Fribourg, wo wir in zwei Gruppen aufgeteilt wurden. Jede Gruppe bekam eine Karte, auf der eine Route eingezeichnet war und Arbeitsblätter, auf denen Fotos und Fragen zu verschiedenen Dingen in Fribourg standen. Als wir in den Gruppen der auf der Karte markierten Route folgten, kamen wir nach und nach an den Dingen und Orten vorbei, zu denen wir die Fragen auf den Arbeitsblättern beantworten, die Antwortkästchen ausfüllen und so ein Lösungswort erhalten konnten. Dabei konnten wir Fribourg entdecken und lernten dabei unter anderem, wie das «Funiculaire» angetrieben wird, wie die älteste Holzbrücke Fribourgs heisst und dass in der Treppe des Rathauses Muscheln eingearbeitet sind. Da wir glücklicherweise alle Fragen richtig beantwortet hatten, erfuhren wir durch das Lösungswort, dass der Stadtvater Fribourgs Berthold IV von Zähringen war. Obwohl sich manche etwas verlaufen hatten, kamen schliesslich alle mehr oder weniger gleichzeitig und mit müden Füssen wieder beim Rathaus an.
Nach dem Foto OL machten wir eine kurze Pause, bevor wir uns zur Kathedrale aufmachten. Zuerst gingen wir zum Ticketschalter, wo eine Schülerin von uns auf Französisch nach Tickets fragte, mit denen wir dann auf den Turm gehen konnten. Frau Bisang gab uns die Aufgabe, alle Stufen zu zählen, um zu sehen, ob wir auf das gleiche Ergebnis kommen. Die Treppen gingen im Kreis hoch und uns wurde fast schwindelig. Aber nach 5 Minuten waren wir oben. Wir tauschten uns darüber aus, wie viele Stufen wir gezählt hatten, aber jeder kam auf ein anderes Ergebnis und keiner auf das Ergebnis, das im Internet steht. Oben hatten wir eine wunderschöne Aussicht, es war zwar bewölkt, aber trotzdem toll. Wir machten ein gemeinsames Foto und genossen die Aussicht aus 74 Metern Höhe über ganz Freiburg. Dann ging es wieder hinunter. Wir waren froh, dass wir fast die einzigen Besucher waren, denn es war nicht so geeignet sich auf der Treppe zu kreuzen.
Wir legten einen kurzen Fussmarsch von etwa 400 Metern zurück, bevor wir auf den Eingang der Standseilbahn (Funiculaire) von Fribourg stiessen. Das Spezielle an dieser Standseilbahn ist, dass diese durch Abwasser angetrieben wird, welches man während der Fahrt auch roch…
Eine dreiviertel Stunde haben wir am Ende noch zur Verfügung gestellt bekommen, um die Stadt noch etwas genauer zu erkunden oder uns sonst noch irgendwie zu beschäftigen. Wir waren jedoch alle schon ziemlich erschöpft vom Programm, also haben wir nicht mehr besonders viel in dieser Zeit gemacht und uns auf einer kleinen Wiese niedergelassen, bis wir uns wieder am Bahnhof versammelten.
Kaum erreichten wir die Bahnhofsplattform, begann es heftigst zu regnen. Glücklicherweise konnten wir kurze Zeit darauf in den Zug einsteigen und uns auf den Heimweg machen. Um 19h erreichten wir schliesslich nach einem langen Tag Hüswil: müde, voll von neuen Eindrücken und mit viel Wetterglück.
Carmen, Gabriel, Joline, Lena, Vivien (3.ISS)